Ein Rechtsanwalt im Süddeutschen bietet auf seiner Website einen "Risiko-Rechner" an, mit Hilfe dessen Ratsuchende ihre bisherigen Prognosen überprüfen lassen können. Hintergrund ist, dass die Einkommensprognose vielen Versicherten regelmäßig Kopfzerbrechen bereitet. Bei Eingabe der Prognosen und der tatsächlichen Gewinne soll der "Risiko-Rechner" dann anzeigen, ob ein "Risiko für weitere Prüfungen" besteht. Für den Fall solcher Risiken wird - welch Wunder - eine "individuelle Beratung" empfohlen.
Die Ergebnisse des "Risiko-Rechners" ist jedoch untauglich. Ein "Risiko" wird schon bei geringen Abweichungen angezeigt, bei denen keinerlei Gefahr von Sanktionen und insbesondere nicht von "weiteren Prüfungen" besteht.
Im Internet kursieren viele (und zudem widersprüchliche) Gerüchte zur KSK und gerade auch zu den Prognoselimits. Untaugliche Tools wie der vermeintliche "Risiko-Rechner" stiften im Ergebnis nur mehr Verwirrung, als die KSK-Praxis realistisch darzustellen.
6. Oktober 2011
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